Ripstop-Nylon nähen
Ripstop ist kein einfach zu nähender Stoff. Er erfordert möglicherweise spezielle Nadeln, Garne und eine andere Herangehensweise als klassische, weniger rutschige Materialien. Lesen Sie unsere 7 Tipps, die Ihnen das Nähen von Ripstop-Nylon erleichtern.
- Wählen Sie die richtige Nadel. Ich empfehle eine neue, scharfe Microtex 80/12; jede andere Marke mit scharfen Nadeln funktioniert ebenfalls gut.
- Wenn Sie befürchten, dass Ripstop zu rutschig ist, können Sie einen Teflonfuß, einen Rollfuß oder sogar einen Obertransportfuß verwenden. Als Hausmittel empfehlen wir außerdem, Backpapier unter den Stoff zu legen.
- Die beste Wahl ist ein universelles Polyester- oder Nylongarn. Wir verwenden häufig den Typ TALIA 120.
- Verwenden Sie beim Nähen von Ripstop-Nylon einen etwas längeren Geradstich. Eine kurze Stichlänge kann die Naht schwächen, da die häufigeren Einstiche den Stoff entlang der Nahtlinie perforieren und er dadurch mit der Zeit auseinanderreißen kann. Außerdem kann sich der Stoff dadurch kräuseln.
- Verwenden Sie eine scharfe Stoffschere oder eine neue Rollschneiderklinge, um die Teile zuzuschneiden – so erhalten Sie saubere, gerade Kanten und beugen gleichzeitig dem Ausfransen vor. Wenn Sie eine Overlock-Maschine oder einen Overlock-Stich verwenden möchten, können Sie das Ausfransen der Kanten mit einer Zickzackschere verhindern.
- Wenn Sie den Stoff mit einem Einfassband abschließen, verwenden Sie ebenfalls einen etwas längeren Geradstich.
- Achten Sie zum Schluss darauf, dass Ihr Bügeleisen auf eine für Nylon geeignete Temperatur eingestellt ist (z. B. beim Markieren der Nählinie). Sie wollen Ihre schönen Stoffe ja nicht verbrennen 😉 Optional können Sie beim Bügeln auch einen weiteren Stoff über das Nylon legen.

